Wonnemond MMXXIVbFreiluft-Festival 09. / 10. / 11. Mai 2024



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Mai 2024. Ein weiterer Wonnemond ersteigt das Firmament und erhellt das malerische Ambiente hoch auf dem Berge mit einem kalten Lichte. In vertrauter Umgebung mit dem die Ferne eröffnenden Blick wird das diesjährige Wonnemond-Festival zelebriert. 

 

Das Wonnemond-Festival jährt sich dieses Jahr zum elften Male. Auf den Höhen des Sebnitzer Berglands mit dem Blick in die böhmischen Fernen, hat sich das Festival seinen festen Platz im Sebnitzer Kulturgeschehen erarbeitet. Der Fokus liegt darauf, dem Sebnitzer Raum auch Außenwirkung zu verschaffen und internationales Flair in die Grenzlande zu bringen.

Seit sich im Jahr 2017 die inhaltliche Komponente hin zu einem nahezu reinen Metal-Festival bewegt hat, wird der internationale Gedanke immer omnipräsenter. Auch in diesem Jahr finden sich Bands aus den USA, Finnland, der Slowakei und Tschechien wieder, die ihrerseits Rang und Namen genug haben, dem Geschehen auf dem Berge überregionale Bedeutung zu verschaffen.

 

Das Festival wird veranstaltet vom Klangmanufaktur Sebnitz e.V. in Zusammenarbeit mit noisepoint. Präsentiert und unterstützt wird das Festival u.a. von Skullcrusher Dresden e.V., Eastclub Bischofswerda, Katharsis Agency, Dicktator Soundz und Morningstar Concerts.

 

Dem Zwei-Tages-Festival geht am 9. Mai eine Himmelfahrtszeremonie mit den Franken um FALLACY voran, die im Rahmen der Christi Himmelfahrt mit einem bunten Strauß voller metallener Blüten aufwarten und dabei in einem vierstündigen Feier-Programm vielerlei Coversongs zum Besten geben.

 

 



Donnerstag, 09.05.2024

Fallacy (D)

 

Freitag, 10.05.2024

Eyehategod (USA) | Apostle Of Solitude (USA) | Volter (D) | Back Magc Six (FIN) | Saxorior (D) | tba

 

Samstag, 11.05.2024

Mantar (D) | Nailed To Obscurity (D) | Milking the Goatmachine (D) | Bahratal (CZ) | Autumn Nostalgie (SK) | Ultima Necat (D) | Seconddeath (D) | Wandar (D)

 

Tickets unter 

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www.eventim-light.com/de



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Als sich vor nunmehr zwölf Jahren die im Norden beheimateten Hanno Klänhardt (voc/git) und Erinc Sakarya (dr) unter dem Banner MANTAR anschickten, der Metal-Welt eigene Impulse einzuverleiben und tradiertes Szeneverständnis mit einer Fusion aus Punk, Sludge, Doom und sogar Black Metal mit dem gleichzeitigen Verzicht auf einen Bassisten zu konfrontieren, war noch nicht ansatzweise abzusehen, wohin der Weg dieses rastlosen Zweiergespanns noch führen wird. Mit dem vor genau zehn Jahren über Svart Records veröffentlichten Debut „Death By Burning“ rammte man nicht nur enorme Achtungszeichen in den verhärteten Boden, sondern abonnierte auch wie selbstverständlich für die folgenden Jahre vorderste Plätze auf zahllosen Jahresbestlisten. Seit langem ebenso auf weltweit renommierten Bühnen zuhause, sind MANTAR aber nach wie vor der geile Scheiß aus dem Untergrund, denn diesem fühlen sich die Norddeutschen mit Sound und Pathos weiterhin verbunden – und das macht diese Band so authentisch wie sympathisch. 

 

Aktuell mit dem sehr intensiven, gar auf mehreren Kontinenten entstandenen und die Band an ihre Grenzen führenden Machwerk „Pain Is Forever And This Is The End“ (2022) bei Metal Blade Records angekommen, stehen in der Geschichte dieses Duos neben einem Live- und einem Cover-Album nun schon vier Brecher als Langspielrillen und diverse kleinere Veröffentlichungen auf der Haben-Seite, denen hoffentlich noch viele weitere Perlen folgen werden. Aber MANTAR sind in erster Linie eins: eine wahnsinnig intensive Live-Band, die trotz der Tatsache, nur zu zweit im Rampenlicht zu stehen, mehr Krawall als so manches Orchester produziert. Hammer! 


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EYEHATEGOD auf dem diesjährigen WONNEMOND – unfassbar! 

 

Schier unmöglich ist es, an dieser Institution vorbeizukommen – wohl keine andere Band hat eine Schublade so gefüllt, wie dieses Urgestein aus New Orleans (NOLA), das im Kontext dieser für die extreme Klangwelt so wichtigen Metropole eine zentrale Position einnimmt. Obwohl EYEHATEGOD selbst den Begriff „Sludge“ als viel zu vereinfachend wahrnehmen, hat genau dieser seit fünfunddreißig Jahren aktive Berserker definiert, was es darunter zu verstehen gilt: eine giftige Melange aus frühen BLACK SABBATH und späten BLACK FLAG, geformt durch Blues und Southern Rock, Industrial, Punk und Noise, verstörend veredelt mit vehementen Rückkopplungen… Anmut, Wohlgefallen, Harmonie – insgesamt Schlagworte, an denen besonders Schöngeister ihren Grad der Befriedigung messen wollen – weichen hier einer Ästhetik des Hässlichen, einer Tyrannei des Unangepassten, einer Tirade des Abstoßenden – und lassen die Suche nach handelsüblicher Schönheit unerfüllt.

 

Nachdem um 1990 das Debut „In The Name Of Suffering“ im extremen Untergrund erklang, sorgte das 1993 veröffentlichte „Take As Needed For Pain“ mit all seiner konsequent fortgeführten Anti-Ästhetik dafür, dass trotz ausbleibenden kommerziellen Erfolges diesen Südstaatlern der Pionierstatus bei der Erschließung eines bis dato noch unbeschrittenen Terrains verliehen wurde. In den folgenden bewegten drei Jahrzehnten, in denen das Leben mit reichlich Tiefen und Höhen aufwartete, wirkte sich das zwar auf Band und Besetzung aus, nicht aber auf Sound oder Attitüde. So strahlen EYEHATEGOD mit dem nunmehr schon wieder drei Jahre alten Letztling „A History Of Nomadic Behaviour“ mit einer Art diffus zeitloser Leuchtkraft aus den sumpfigen Tiefen eines unerschöpflichen Untergrundes.



Tatsache, es gibt Bands, die räumen noch einmal richtig ab, wenn andere schon längst alle Krümel beseitigt haben wollen! Wer die Auftritte des finnischen Duos BLACK MAGIC SIX anno 2016 und 2018 auf dem WONNEMOND erlebt hat, wird diese Aussage schlichtweg bestätigen müssen, denn BM6 sind ein Garant für die gelungene Party am Abend, für Muskelkater und Wadenkrampf am Morgen, für ein bleibendes Erlebnis, das man sich und anderen ins große Buch der Erinnerungen kritzelt. BM6 stehen für knackende Songs, die jeden Zipfel ekstatisch wippen lassen, eingepackt in rauen und dreckigen Garage Rock. Das Duo um Taskinen und Motherfuckin‘ Japa kann nicht nur Saufen, wie das Finnen eben gern tun, sondern ist in musikalischer Hinsicht schlichtweg als ein Original zu bezeichnen, denn nur wenige Bands vermögen es, Punk, Blues und Garage zu einem griffigen und schnell entzündlichen Gemisch zu vereinen und zielgerichtet auf den Punkt zu kommen. Nunmehr bei Langspieler Nummer fünf angekommen, der seit September 2023 unter dem Titel „Black Cloud Descending“ im Laden liegt, reiht man auch auf diesem schwarzen Gold wieder Hit an Hit, Kracher an Kracher. Doch trotz der wirklich geilen Alben verstehen sich BM6 vordergründig als gestandene Live-Band, die nunmehr schon fast den ganzen Globus inspiziert hat und im siebzehnten Jahr auch fast vierstellig Auftritte auf der Haben-Seite verzeichnen kann. Und das spürt man. Übrigens durchquerten BLACK MAGIC SIX mit dem Auftritt auf dem WONNEMOND 2018 das letzte Mal Ostsachen – höchste Zeit also für ein Kammbeck!



19.04.2024 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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