RANDY BLYTHE von LAMB OF GOD möchte seine Bekanntheit nutzen,

um seine politischen Ansichten zu äußern



Randy Blythe spricht über Politik wie jemand, der nicht schweigen kann, weil die Welt für ihn aus Menschen besteht, nicht aus Meldungen. Wenn in Mexiko ein Kartellchef ermordet wird, denkt er nicht an Schlagzeilen, sondern an Freunde, die ihre Kinder aus der Gefahrenzone holen müssen. Deshalb sagt er, er habe keine Wahl: Wenn er betroffen ist, muss er sprechen, und Metal sei seit jeher Musik des Widerstands. Er verweist auf Bands wie Dropkick Murphys, die ihre Plattform nutzen, und erklärt, dass Ungerechtigkeit für ihn nie abstrakt ist, weil er Menschen auf jedem Kontinent kennt. Auf die Forderung, Musiker sollten unpolitisch bleiben, reagiert er mit Go fuck yourself und nennt Schweigen moralisches Versagen, ein Verlust der eigenen Menschlichkeit. Er spricht über Menschen, die aus Profitgründen über Kindesmissbrauch hinwegsehen, und fragt, wie man mit solchen Erinnerungen sterben will. Gleichzeitig bleibt er hoffnungsvoll, warnt vor Fatalismus und fordert Beteiligung, weil Demokratie ohne Engagement verfault. Er kritisiert das amerikanische System, das Wahlmännerkollegium, die politische Lähmung, aber betont, dass Nicht‑Teilnahme keine Option sei. Er lehnt politische Etiketten ab, nennt sie moronisch, und beschreibt sich als jemand, der nur seinem moralischen Kompass folgt. Into Oblivion wirkt in diesem Licht wie ein weiterer Ausdruck seiner Haltung: Musik als Verantwortung, nicht als Dekoration.



21.03.2026 By Editorial Team © Metal-Division Magazine

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