PAPA ROACH veröffentlicht Musikvideo

zur aktuellen Single „Wake Up Calling“



Papa Roach setzen mit „Wake Up Calling“ ihre jüngste Phase emotionaler Offenheit fort und liefern ein Stück, das sich bewusst zwischen Melodie, Verletzlichkeit und jener inneren Dringlichkeit bewegt, die Jacoby Shaddix seit Jahren antreibt. Der von Hannah Gray Hall inszenierte Clip verstärkt diese Spannung, zeigt die Band in einem Zustand zwischen Zusammenbruch und Klarheit, während der Song selbst die Linie weiterzieht, die „Scars“ und „Leave A Light On“ einst eröffnet haben: der Blick auf die eigene Selbstzerstörung, der Moment, in dem man am Rand steht und sich dennoch zurückzieht, weil etwas oder jemand einen hält. Shaddix beschreibt den Song als Entscheidung für die Liebe, gegen den Absturz, und genau diese Ambivalenz — der Abgrund, der Ruf, die Rückkehr — trägt die gesamte Struktur des Stücks. Produzent Colin Brittain legt die Vocals offen, fast ungeschützt, während die Instrumentierung die innere Unruhe wie ein Puls unter der Oberfläche hält. Der Song erscheint nach einem Jahr, in dem Papa Roach mit „Even If It Kills Me“ und „Braindead“ neue Höhen erreichten, über eine Million Menschen auf der „Rise of the Roach“-Tour erreichten und gleichzeitig ihre philanthropische Linie fortsetzten, etwa mit der Spende an CALM beim ausverkauften Wembley‑Konzert. Die jüngsten Veröffentlichungen — die akustische Version, die Reimagined‑Fassung — zeigen eine Band, die ihre eigenen Songs immer wieder neu interpretiert, ohne ihre Identität zu verlieren. Seit „Last Resort“ ist mentale Gesundheit ein zentrales Thema, und „Wake Up Calling“ reiht sich nahtlos in diese Tradition ein: ein Song, der nicht predigt, sondern bekennt, nicht erklärt, sondern zeigt, wie dünn die Linie zwischen Selbstverlust und Selbstrettung sein kann. Papa Roach bleiben damit eine der wenigen Bands ihrer Generation, die den Spagat zwischen Härte und Verletzlichkeit glaubwürdig halten. „Wake Up Calling“ wirkt wie ein weiterer Knotenpunkt in dieser Entwicklung — ein Stück, das die innere Stimme hörbar macht, die man sonst verdrängt, und das gleichzeitig die Kontinuität einer Karriere markiert, die seit über zwei Jahrzehnten von Intensität, Offenheit und ungebrochener Energie getragen wird.



21.03.2026 By Editorial Team © Metal-Division Magazine

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