KISS – ACE FREHLEYS „Budokan“-Gitarre erzielt bei Auktion

über 500.000 US-Dollar



Die legendäre „Budokan“-Gitarre von Ace Frehley, eine 1975er Gibson Les Paul Custom mit Cherry-Sunburst-Finish, wurde bei einer Auktion von Julien’s Auctions für die beeindruckende Summe von 512.000 US-Dollar versteigert. Dieses Instrument gilt als eines der historisch bedeutendsten Artefakte in der Geschichte von KISS, da es Frehleys wichtigstes Werkzeug während der produktivsten Ära der Band war. Er setzte die Gitarre bei jedem Konzert der „Rock And Roll Over“-Tour von 1976 bis zur „Dynasty“-Tour 1979 ein. Den markanten Namen „Budokan“ erhielt das Instrument durch die vier legendären Auftritte der Band in der Nippon Budokan Arena in Tokio im April 1977. Zudem nutzte Frehley die Gitarre im Mai 1977 für die Aufnahmen des Erfolgsalbums „Love Gun“. Das Auktionshaus Julien’s lieferte eine detaillierte technische Expertise zu diesem besonderen Stück: Es handelt sich um ein Modell mit „Pancake“-Korpuskonstruktion, bestehend aus zwei Schichten Mahagoni mit einer dünnen Mittelschicht aus Ahorn, ergänzt durch eine Ahorndecke. Der dreiteilige Ahornhals ist mit einem Ebenholzgriffbrett und Block-Inlays aus Perlmutt versehen. Interessanterweise wurde die Gitarre über die Jahre modifiziert, unter anderem durch den Einbau von DiMarzio-Tonabnehmern und in den achtziger Jahren durch ein chromfarbenes Washburn-Wonderbar-Vibratosystem, wovon noch heute Montagebohrungen an der Kopfplatte zeugen.

 

Das Instrument wurde später wieder in seinen berühmten Originalzustand zurückversetzt. Die historische Bedeutung ist so groß, dass die Gitarre als direkte Vorlage für zahlreiche Signature-Modelle von Gibson diente. Dazu gehören die 1997 veröffentlichte Serie „The 300“ – die erste Auflage der dreitonabnehmrigen Ace Frehley Les Paul mit Blitz-Inlays – sowie die limitierte „Budokan“-Replika aus dem Jahr 2011, die sowohl im Gibson Custom Shop als auch in einer US-Version produziert wurde. Das Auktionslos umfasste neben dem eigentlichen Instrument den braunen Gibson-Hartschalenkoffer aus den neunziger Jahren, der mit Neonband und der Aufschrift „#1“ markiert ist, sowie eine Sammlung von 17 Originalfotografien, die Ace Frehley mit der Gitarre auf der Bühne zeigen. Ebenfalls Teil des Pakets war eine Quittung des Gibson Custom Shops aus dem Jahr 2011, als das Unternehmen die Gitarre für die Entwicklung der offiziellen Replikas eingehend untersuchte. Trotz zwischenzeitlicher Berichte, es handele sich um ein 1974er Modell, belegen interne Datumsstempel am Halsansatz vom 13. August 1975 sowie Potentiometer-Codes aus dem Jahr 1974 die genaue Herkunft dieses außergewöhnlichen Stücks Rockgeschichte.



04.06.2026 By Editorial Team © Metal-Division Magazine

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