HASTE THE DAY veröffentlicht das Musikvideo zu „Oblivion“
vom kommenden Album „Dissenter“ Album
Haste The Day treiben mit „Oblivion“ die Rückkehrphase weiter voran und setzen nach „Burn“ und „Shallows“ einen deutlich größeren, cineastischeren Akzent. Der Track entfaltet sich wie ein apokalyptischer Kreis, in dem melodische Weite und metallische Schwere ineinander greifen, getragen von Keechs Stimme, die zwischen Resignation, Dringlichkeit und einer fast sakralen Erschöpfung pendelt. Die Band beschreibt den Song als Endzeit‑Liebesgeschichte, doch im Kern wirkt er wie eine Reflexion über Verlust, Wiederannäherung und den Moment, in dem man bewusst in die Leere tritt, weil es keinen anderen Weg mehr gibt. Das Video verstärkt diese Stimmung, arbeitet mit großen Bildern, langsamen Bewegungen und einer Atmosphäre, die eher an einen letzten Blick zurück erinnert als an eine klassische Metalcore‑Inszenierung. „Shallows“ dagegen bleibt der direkte Gegenpol: aggressiver, riffgetrieben, mit einem Refrain, der die alte Haste‑The‑Day‑DNA klarer trägt und die Brücke zwischen Nostalgie und moderner Produktion schlägt. „Dissenter“ formt sich damit immer deutlicher als Album, das die Bandgeschichte nicht kopiert, sondern verdichtet: die frühen Kanten, die melodischen Spannungen, die cineastische Ausweitung, alles in einer Form, die nach elf Jahren Pause nicht wie ein Revival wirkt, sondern wie ein bewusster Neustart. Die Besetzung um Keech, Whelan, Krysl, Capolupo, Murphy und Chaulk spielt geschlossen, fokussiert und mit einer Ernsthaftigkeit, die zeigt, dass diese Rückkehr kein Nebenprojekt ist, sondern ein erneuertes Selbstverständnis. „Oblivion“ markiert dabei den Punkt, an dem die Band endgültig wieder im eigenen Orbit angekommen ist.
