GENE SIMMONS blickt auf die Dreharbeiten zu „Kiss Meets The Phantom Of The Park“ zurück: „Wir hatten keine Ahnung, was wir da taten.“
Gene Simmons blickt im Interview mit Movie Moments auf die Entstehung des 1978 erschienenen TV‑Films Kiss Meets The Phantom Of The Park zurück. Der von Hanna‑Barbera produzierte Streifen wurde am 28. Oktober 1978 auf NBC ausgestrahlt und größtenteils im Magic Mountain‑Freizeitpark in Kalifornien gedreht. Simmons beschreibt die damalige Situation als Phase enormer Popularität: KISS waren laut Gallup‑Umfragen drei Jahre in Folge die größte Band der Welt, was zu zahlreichen Film‑ und TV‑Angeboten führte. Das Konzept des Films — Monster, Automaten und „Fake‑KISS“-Doppelgänger — sei rückblickend „ziemlich albern“, aber typisch für die damalige Zeit. Simmons betont, dass die Band keinerlei Schauspielerfahrung hatte und Regisseur Gordon Hessler ihnen ungewöhnlich höflich begegnete, ohne klare Anweisungen zu geben. „Wir hatten keine Ahnung, was wir taten“, fasst Simmons zusammen. Ace Frehley erinnert sich an die Dreharbeiten als überwiegend positiv, inklusive nächtlicher Mopedausflüge durch den geschlossenen Park. Ein Konflikt mit einem Produzenten entstand, als sein Drehplan mehrfach kurzfristig verschoben wurde — Frehley verließ daraufhin wütend das Set.
Während Simmons und Paul Stanley den Film später ablehnten, bezeichnet Frehley ihn als „campy“ und „hysterisch“, ein harmloser Rock’n’Roll‑Film, der nur deshalb enttäuschte, weil andere „Gone With The Wind“ erwartet hätten. Stanley sagte 2022, er betrachte den Film „wie ein hässliches Kind“ — man müsse ihn akzeptieren, auch wenn er voller sichtbarer Drähte und technischer Fehler sei. Dennoch genieße der Film Kultstatus. Die europäische Schnittfassung erschien 2007 auf Kissology Volume Two. Der Film zählt zu den erfolgreichsten US‑TV‑Movies seiner Zeit und wurde international im Kino gezeigt. Die Handlung folgt KISS, die ihre „Superkräfte“ einsetzen, um einen wahnsinnigen Wissenschaftler zu stoppen, der Roboterklone erschafft.
