BLACKIE LAWLESS von W.A.S.P. denkt noch lange nicht ans Aufhören:
„Mich wird schon jemand mit Gewalt davonbringen müssen.“
Blackie Lawless erklärt im Interview mit The AJ & RJ Show, dass er keinerlei Pläne hat, sich zur Ruhe zu setzen. Anlass war Dee Sniders Rückzug aus gesundheitlichen Gründen, der Lawless naturgemäß nachdenklich stimmt. Dennoch betont er, dass er selbst sich körperlich stets gut erholt habe und erst aufhören werde, wenn man ihn „kicking and screaming“ von der Bühne zerren müsse. Für ihn sei unverständlich, warum jemand freiwillig aufhöre, solange die Motivation dieselbe sei wie mit 16. Die Energie der W.A.S.P.-Shows sei für ihn weiterhin entscheidend: „Wir sind draußen, um Leute zu verletzen“, sagt er halb im Scherz, halb im Ernst. Er verweist auf ein prägendes Erlebnis mit B.B. King, der mit 81 sitzend auftrat, aber stimmlich „wie ein Löwe“ klang — ein Vorbild dafür, dass man Wege findet, weiterzumachen. Zum Vermächtnis von W.A.S.P. sagt Lawless, dass die Karriere wie ein Buch sei, dessen Kapitel aus Alben und Touren bestehen. Analysieren könne man das Gesamtwerk erst, wenn es abgeschlossen sei. Die wichtigsten Entwicklungen hätten in den ersten fünf Jahren stattgefunden — eine Phase, in der die meisten langlebigen Bands ihre Identität formen.
W.A.S.P. seien keine Ausnahme: Die prägenden Werke W.A.S.P. (1984), The Last Command (1985), Inside The Electric Circus (1987) und The Headless Children (1989) legten das Fundament. Für 2026 kündigt die Band die große 1984 To Headless-Tour durch die USA und Kanada an, mit KK’s Priest als Special Guest. Gespielt werden Songs der ersten vier Alben. VIP‑Pakete inklusive Meet‑and‑Greet, Fotos, Autogrammen und dem W.A.S.P.-Museum sind erhältlich. 2027 folgt die weltweite Fortsetzung. Lawless’ Rückenverletzungen hatten 2023 zur Absage der damaligen US‑Tour geführt, doch die Band kehrte 2022 und 2023 mit ausverkauften Shows zurück. Das jüngste Release bleibt ReIdolized (2018), während das letzte Studioalbum mit neuem Material Golgotha (2015) war.
