BLACK VEIL BRIDES kündigen Album „Vindicate“
an und veröffentlichen Titeltrack
Black Veil Brides kündigen mit Vindicate ein Album an, das ihre theatralische DNA nicht nur fortsetzt, sondern in eine dunklere, aggressivere Form gießt. Vom sakralen Orgelauftakt von Invocation To The Muse bis zum apokalyptischen Abschluss Eschaton spannt sich ein Werk, das Andy Biersack als Auseinandersetzung mit Rache, Rechtfertigung und dem Drang beschreibt, sich gegen das aufzulehnen, was einen brechen wollte. Er sagt, dass diese Gefühle eine doppelte Natur besitzen, dass sie antreiben oder zerstören können, und dass jede der neuen Songs eine andere Facette dieses inneren Konflikts beleuchtet. Die bereits veröffentlichten Stücke wie Bleeders, Hallelujah und Certainty haben diese Richtung angedeutet, aber der Titeltrack Vindicate zeigt sie in voller Größe: ein unheimliches Karussell‑Intro, das in eine Wand aus Gitarren und Biersacks Schrei explodiert, ein Song, der die dramatische Wucht der Band bündelt und gleichzeitig ihre Weiterentwicklung markiert. Die Band produziert das Album selbst, Jake Pitts und Biersack übernehmen die Kontrolle über Klang und Konzept, ohne externe Einflüsse, was dem Material eine unmittelbare, rohe Klarheit verleiht. Biersack erklärt, dass die Schwere des Albums nicht geplant war, sondern aus der erzählerischen Perspektive entstand, aus einer Phase, in der die Themen dunkler wurden und die Musik folgen musste. Certainty entstand als letzter Song, ein fehlendes Puzzleteil, das Jake und Andy innerhalb weniger Tage schrieben, ein Stück, das Biersack als Mission Statement des Albums beschreibt.
Die Inspiration aus dem Film Conclave, die Auseinandersetzung mit religiöser Gewissheit und starren Weltbildern, zieht sich als Leitmotiv durch das gesamte Werk. Parallel dazu bereitet sich die Band auf ihre erste große Nordamerika‑Headliner‑Tour 2026 vor, eine 24‑Städte‑Route, die den neuen Sound in die großen Hallen trägt. Die Reaktionen auf die neuen Songs überraschen selbst die Band, weil viele Menschen immer noch ein Bild aus 2010 im Kopf haben, ein visuelles Klischee, das mit dem heutigen Klang wenig zu tun hat. Biersack spricht davon, dass Black Veil Brides oft unterschätzt oder vorschnell abgetan werden, und dass es eine gewisse Genugtuung ist, wenn neue Hörer feststellen, dass die Band schwerer, gitarrenorientierter und komplexer ist, als ihr Ruf vermuten lässt. Vindicate wirkt wie ein Werk, das genau diese Wahrnehmung korrigieren will: ein Album, das die Vergangenheit nicht verleugnet, aber klar zeigt, wohin die Band sich bewegt.
